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Micro Nation Eco Eden

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Dieses Referat hielt unser CEO, Rolf Neuendorf vor einer Gruppe ausgewählter Unternehmer zum Thema, warum wir die MicroNation EcoEden jetzt etablieren wollen und warum es eine sehr gute Idee sei, sich uns jetzt anzuschliessen. Dieses Referat hielt er in Hamburg, am 03. April 2016. Also, machen Sie eine Pause, nehmen Sie sich einen guten Kaffee und lesen Sie in Ruhe:

Post-Kollaps-Gesellschaft und Halbinseln“

 Be inspired

Die MicroNation EcoEden ist darauf ausgerichtet, auf einer oder mehreren Halbinseln die Post-Kollaps-Gesellschaft zu erreichen und diese durch gelebte Beispiele ethisch wertvoll, technologisch akzeptabel, ökologisch nachhaltig und gesellschaftlich anspruchsvoll zu gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, basiert die MicroNation EcoEden auf den Ergebnissen verschiedener Satelliten. Was bedeutet diese Kernaussage?

Satelliten

Satelliten sind Projekte und Unternehmen der Unternehmensgruppe Angels Association Global, die in den Bereichen Agrarwirtschaft, Energieproduktion und Forschung Ergebnisse erzielen. Diese Ergebnisse sind finanzielle Profite und Wissen. Beides fliesst dauerhaft und permanent in die MicroNation EcoEden, die derzeit als Hedge Fund konzipiert ist und einen dauerhaften Standort sucht, um das Kapital und das Wissen zum Entstehen einer befestigten, hoch technologischen Siedlung einzusetzen und um von dort aus weiter zu agieren. Dieser Standort wird im Sinne von Zukunftsforschern als Halbinsel bezeichnet, weil jederzeit eine Interaktion mit den wirtschaftlichen und sozialen Systemen ausserhalb dieser Siedlung stattfindet. Jedenfalls solange, bis es zum Kollaps der Systeme kommen wird.

Forschungs- und Bildungszentrum

Bis dahin wird in einer ersten Phase der Ansiedlung ein Forschungs- und Bildungszentrum gebaut, welches bereits Wohngebäude, Gemeinschaftsgebäude und technische Einrichtungen enthalten wird, welche die Siedlung unabhängig von Wasser, Nahrung und Energie machen, die importiert werden müssten. Die Forschungen werden zielgerichtet durchgeführt, um weiteres Wissen im Bereich Nahrungsmittelanbau, Energieerzeugung und -speicherung, Tele-Medizin und Pflanzenwachstum anzusammeln. Die Weitergabe dieses und anderen Wissens erfolgt innerhalb der Bildungseinrichtung, die im weitesten Sinne der Erwachsenenbildung dient und in der Hoffnung betrieben wird, wichtige Impulse an Dritte weiterzugeben.

Kollaps oder Kollapse

Wenn wir davon sprechen, die oder eine Post-Kollaps-Gesellschaft massgeblich zu gestalten, so setzt dies neben Kapital, Wissen, Strategie, Schutz, Menschen und Zielen voraus, dass es einen Kollaps geben wird. Die Gründer und Finanziers der MicroNation EcoEden sind keine Apokalyptiker, sondern ganz im Gegenteil sehr informierte, sachliche und erfahrene Unternehmer und Privatleute, die seit fünfzehn Jahren alle verfügbaren Informationen sammeln und auswerten, wie es beispielsweise der Club of Rome oder andere renommierte Institutionen machen, um zukünftige Entwicklungen prognostizieren und gegebenenfalls diesen Entwicklungen gegensteuern zu können. Und damit sind wir bei dem eigentlichen Problem: Es ist nämlich keinesfalls die Frage, ob es einen solchen Kollaps der Systems geben wird – vielmehr ist die Frage, welches System wann und wo kollabieren wird, welche angeschlossenen Systeme dann in der Nachfolge kollabieren und ob es ein Gegensteuern geben wird oder überhaupt geben kann.

Weniger theoretisch ausgedrückt: Afrikanische Länder wird es im ersten Moment nicht besonders stören, wenn das weltweite Finanzsystem zusammenbricht. Die afrikanischen Volkswirtschaften sind weiterhin lebensfähig, sicherlich auf dem derzeit niedrigen Niveau, aber ohne grosse sonstige Veränderungen. Zur gleichen Zeit wird in Europa Chaos ausbrechen, in Japan, in den USA – der Normalbürger wird zum Tauschhandel zurückgreifen müssen. Ein Nachkriegs-Szenario ohne vorherigen Krieg. Den wird es spätestens dann aber geben, wenn benachbarte Staaten erkennen, dass die bislang mächtigen Industrienationen keine Mittel der Gegenwehr mehr haben.

Oder steigende Ölpreise wegen niedriger Fördermengen sorgen für Lebensmittelknappheit. Möchten Sie in London City leben oder doch lieber einen Bauern zum Freund haben? Es gehört nicht viel Phantasie dazu sich vorzustellen, wie die so genannten zivilisierten Staaten aussehen und wie die Menschen zueinander sind, wenn Essen knapp wird, wenn die Heizungen ausgehen, wenn die Mobilität komplett eingeschränkt wird. Und noch weniger Phantasie gehört dazu sich vorzustellen, wie die Regierungen reagieren werden – gegenüber dem eigenen Volk, gegenüber Nachbarstaaten, gegenüber Lieferanten-Staaten.

Oder gehen wir mehr ins Detail: Was geschieht mit den Volkswirtschaften, wenn die Jugendarbeitslosigkeit noch mehr zunimmt? Was, wenn die Altersarmut wie prognostiziert steigt? Wenn Bettler die Städte bevölkern? Wenn Banden sich nehmen, was sie ohne Gewalt nicht bekommen? Wenn das Gesundheitssystem zusammenbricht? Was, wenn …?

Und diese wenigen Fragen und deren mögliche Antworten garniert mit den terroristischen Aspekten der heutigen Zeit, garniert mit dem Wissen am Raubbau der Natur, garniert mit dem Wissen um den Klimawandel, garniert mit dem Wissen um die immer umfangreichere Kontrolle der Bürger durch die Staaten, garniert mit den einsetzenden Flüchtlingsströmen – das ist der Kollaps, das sind viele oder einige kleine Kollapse, die aber durch die vernetzte Weltwirtschaft, durch die überwindbaren Entfernungen immer zu einem grösseren Kollaps anwachsen werden. Unausweichlich.

Apocalypse now?

Sind wir doch Apokalyptiker? Nein. Jeder Bürger mit Zugang zum Internet und einem wenigstens durchschnittlichen IQ ist in der Lage, ist seit Jahren in der Lage, sich über die Entwicklung und die gesicherten Prognosen der uns beherrschenden Systeme zu informieren: Gesundheitswesen, Rentenwesen, Arbeitsmarkt, Finanzmarkt, Vermögensverteilung, Kriegsrisiken, Ressourcenverteilung, Terrorismus, Politik, Gesundheitsrisiken, Armut, Kindersterblichkeit, politische Allianzen, Bürgerkontrolle, Diktaturen, Umweltschäden, Artensterben, Überfischung, Waldsterben, Bienentod, Phosphormangel, Mikroplastikteile, Verrohung, Slumbildung, Landflucht – und dazu eine technische Ausstattung der Staatsbehörden, die dem Bürger keinen Freiraum mehr geben, wenn es darauf ankommt.

Wir haben dies seit Jahren analysiert und sind zu unserem Ergebnis gekommen, das wir nicht als allgemeingültig ansehen und das wir nicht als absolute Wahrheit hinstellen. Aber wir haben die grundsätzlichen Entscheidungen schlicht logisch getroffen. Zum Beispiel:


a ) Können wir die Weltgemeinschaft verändern? Nein, wenn Staatenlenker und Volkswirtschaften dies nicht können oder wollen, dann müssen wir andere Wege finden.

b) Können wir unser eigenes Verhalten und unser eigenes Umfeld verändern? Ja, wir müssen das sogar und wir machen es seit vielen Jahren immer mehr.

c) Haben wir die notwendigen Mittel, um dauerhaft diese Veränderungen zu leben und vor allem zu schützen? Ja, mittlerweile ja – und wir haben anders als die meisten anderen Menschen, die Zeit und die Kontakte gehabt, um Lösungen zu erarbeiten.

d) Müssen wir Impulse an Dritte geben, um dauerhaft alle Notwendigkeiten zu haben? Ja, wir müssen weitere Halbinseln schaffen. Und auch hier ganz klassisch: Es ist immer besser, Energie für die Stärkung der Stärken aufzuwenden, als Energie aufzuwenden, um Schwächen auszumerzen. Mit anderen Worten: Wir haben nicht genug Energie, um die Welt zu ändern und das Denken Andersdenkender zu verändern. Aber wir haben mehr als genug Energie, um unser Umfeld zu ändern und Gleichgesinnte zu finden und zu motivieren.

Im Ergebnis (und nach vielen Jahren der Diskussion und Planung) steht das Projekt MicroNation EcoEden – eine von Nahrungsmittel-, Wasser- und Energiezufuhr unabhängige Halbinsel voller Siedler, die als Unternehmer oder Privatperson von dort aus weiter lenken, denken, arbeiten und durch das Forschungs- und Bildungszentrum für Impulse und Fortschritt sorgen – ebenfalls autark von Dritten, geschützt durch eigenes Personal vor eventuell marodierenden Banden oder korrupter Regierungen.

Letztlich und neben den tatsächlich massgeblichen Problemen der sozialen, soziologischen und wirtschaftlichen Systeme, müssen wir auch die Entwicklung der Umwelt betrachten. Die ganzen Umweltskandale, die unethische Ausbeutung der Tiere, die bekannten Risiken der Atomenergie, die Verseuchung der Böden, der Phosphatmangel – all das brauchen wir nicht hier aufzählen. Es ist bekannt – und doch ist der Alltag dem Menschen wichtiger, als die Zukunft. Es muss erst Blut fliessen, bevor sich der Mensch als solcher nach Lösungen umsieht.

 

Bio-Kapazität unseres Planeten

International renommierte Forscher, Institutionen wie der Club of Rome oder das Stockholm Resilience Centre weisen immer wieder auf die globalen und nicht mehr umkehrbaren Risiken hin und stellten schon vor fünf Jahren fest, dass die Grenzen der globalen Entwicklung in drei von neun kritischen Bereichen überschritten sind, nämlich beim Klimawandel, bei der Artenvielfalt und beim Stickstoffeintrag in die Atmosphäre. In einer Zahl ausgedrückt: Die Bio-Kapazität unseres Planeten übernutzen wir zu 140% - das heisst, dass wir alle ganz bewusst oder ignorant bereits 40% der zweiten Welt verbrauchen, die es gar nicht gibt. Oder anders ausgedrückt: Mitte September jeden Jahres haben wir die Leistungsgrenze der Biosysteme (Lebensmittelversorgung, Faser-Versorgung, Abfallentsorgung, Energieinfrastruktur) erreicht und verbrauchen dann bis zur Sylvesterknallerei 40% mehr Ressourcen, als unsere Welt in einem Jahr regenerieren kann.

 

Der Rebound-Effekt

Drei Minuten vor Zwölf“ versuchen Politik und Wirtschaft, Barrieren gegen die Absturzgefahr zu errichten, wie Lawinenverbauungen im Hochgebirge, die man an Steilhängen installiert, um die Talbewohner zu schützen. Solange der Untergrund stark genug ist, halten sie auch. Doch schwächelt der Untergrund, dann kommt mit der Lawine auch der Hang und mit dem Hang auch noch die Verbauung auf das Tal zugerast. Die Lawinenverbauer, unsere Politiker und unverantwortlichen Unternehmer ignorieren hierbei den Rebound-Effekt – ein Paradoxum, das schon 1865 vom Mathematiker Stanley Jevons beschrieben wurde: Die Effizienzsteigerung einer Ressource führt nicht zum Minderverbrauch, sondern der Gesamtverbrauch steigt, je sparsamer die Ressource eingesetzt werden kann. Dies ist eine Tatsache.

Eine Tatsache, an der auch diejenigen nicht vorbeikommen, die Brücken zwischen den Halbinseln und dem Kontinent des Mainstreams schlagen wollen, die den Wissenstransfer beschleunigen und die Auswirkungen des Kapitalfehlers dämpfen wollen. Deshalb werden wir auch gar nicht erst versuchen, die Menschheit zu missionieren, sondern stärken unsere Stärken und nehmen diejenigen im wahrsten Sinne des Wortes mit, die gleich denken, aber mangels eigener Ressourcen nicht gleich handeln können.

 

Die 3 Systeme

Wenn wir also die beiden Faktoren Wirtschaftsysteme und Ökosysteme sehen, dann ist der Kollaps in Sichtweite (Wirtschaftssysteme) oder schon da, nur von uns noch immer nicht als solcher gesehen (Ökosysteme). Und was ist mit dem dritten System, dem Sozialsystem? Gute Frage, nächste Frage: Wenn Sie sich die jüngsten Konferenzergebnisse ansehen, egal in welchem Bereich und wenn Sie sich nicht durch die jeweils regierenden Politikdarsteller verschaukelt vorkommen und Ihnen vor Wut nur „Revolution!“ einfällt, sondern sachlich analysieren, dann stellen Sie schnell fest: Die Zeit wird nicht reichen, die politischen, sozialen Systeme kulturkreativ zu unterwandern und auf diese Art Veränderungen herbeizuführen. Keine noch so durchgreifende Gesetzgebung wird uns mehr vor dem Kollaps bewahren können. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, des Ortes, der Art. Sicher ist, und das ist nicht unbedingt die positive Antwort: Die Post-Kollaps-Gesellschaft wird in einer Welt sein, die wenig oder nichts mit der uns heute bekannten Welt zu tun hat.

Sie entscheiden, ob Sie sich dort wiederfinden – mental und körperlich. Sie entscheiden, ob Sie vorbereitet sind oder nicht. Sie entscheiden, ob Sie für sich und Ihre Familie richtig entschieden haben. Schon heute wird der so genannte Normalbürger ausgebeutet, subtiler als vor einem Jahrhundert, aber nicht weniger effektiv, mehr effizient. „Brot und Spiele“ der alten römischen Kultur wurden ersetzt durch Arbeit und Medien.

Das Spiel aber ist das Gleiche – ganz, ganz wenige Menschen haben das Vermögen der Welt und regieren diese Welt, während die allermeisten anderen nur das Gefühl haben, etwas Entscheidendes machen zu können, nicht ausgenommen zu werden. Das alte Kastensystem der Hindus funktioniert heute in den so genannten zivilisierten Staaten bestens, es heisst nicht mehr so, aber es ist da. Man muss nur genau hinsehen. Der Feudalismus regiert auch heute. Er heisst nur mittlerweile Demokratie.

Was aber geschieht mit dem Normalbürger, mit dem Stimmvieh, mit dem Arbeiter, dem Angestellten, dem Manager kurz vor, während und nach dem Kollaps, wenn er nicht vorbereitet sein konnte, nicht stark genug ist, nicht in der richtigen Schicht lebt, sich keiner durchsetzungsstarken Gemeinschaft angeschlossen hat?

 

Post-Kollaps-Gesellschaft

Die Menschen haben in der akuten Phase des Zusammenbruchs und bei absolut solider Vorbereitung die minimale Chance zur bewussten Evolution in eine vollständig andere, friedliche und nachhaltige Gesellschaft – sagen Forscher und Gelehrte. Wir meinen, dass nur wenige Menschen diese Chance haben und dass wir dazu gehören wollen, indem wir unsere Halbinsel in dieser akuten Phase zur Insel werden lassen und den Ozean um uns herum einigermassen ruhig sich austoben lassen. Wir meinen, dass die Menschheit wahrscheinlich vollkommen zu Recht die Chance auf diesen absoluten Neuanfang durch Ignoranz und Alltäglichkeit selber verspielt hat und aus den Augen der Tiere und der Umwelt betrachtet, auch gar nicht mehr in der Gesamtheit verdient.

Um uns herum, und da geben wir den Forschern und Gelehrten vollkommen Recht, entstehen Enklaven von vermögenden Eliten, die sich durch Privatarmeen sichern, abgeschottete High-Tech-Inseln zum eigenen Überleben einsetzen, um die sozialen und ökologischen Folgen des Kollapses auszugleichen. Die MicroNation EcoEden wird genau eine solche Enklave sein – allerdings mit zwei entscheidenden Unterschieden: Wir werden zuvor versuchen, möglichst viele andere Gemeinschaften zu motivieren, es uns gleich zu tun. Und die Zugehörigkeit zu unserer MicroNation wird nicht durch Geld, sondern durch Einstellung und Motivation entschieden.

Diese Enklaven jedenfalls werden inmitten der „Normalwelt“ sein: Oligopol-Führer sichern sich die verfügbaren Ressourcen, organisieren den Staat und sorgen für einen Minimallebensstandard in den ehemaligen Industrieländern und so genannten zivilisierten Staaten. Wohlgemerkt: Wir sprechen hier nicht über die Staaten, die bereits heute in ähnlicher Weise diktatorisch geführt werden und auf einem derart niedrigen Niveau bereits heute leben. Die Staaten werden also sehr ähnlich werden. Insgesamt aber partizipiert die versorgte und arbeitspflichtige Gesellschaft nicht mehr an der Zukunftsgestaltung, die sowieso kaum noch möglich sein wird. Arme Regionen des Staates und der Welt bleiben schlicht sich selbst überlassen.

Versinnbildlichen Sie sich hier nochmals die heutige Situation: 50% der Menschheit besitzen 1% des weltweiten Vermögens, 40% der Menschheit besitzen 14% des weltweiten Vermögens, 10% der Menschheit besitzen 85% des weltweiten Vermögens – 62 Familien weltweit besitzen und / oder kontrollieren 99% der globalen Industrie. 62 Familien – keine Verschwörungstheorie, sondern nachlesbare Fakten offizieller Quellen. Und jetzt schliessen Sie einen Moment die Augen und denken daran, dass „wer zahlt, der bestimmt die Musik“.

Und meinen Sie, dass sich Ihre Situation wesentlich verbessern wird, wenn die hauchdünne Schicht der Zivilisation von der Weltgemeinschaft abgezogen wird, wie die Haut eines Reptiles? Meinen Sie, dass sich Ihre Situation wesentlich verbessern wird, wenn diese Familien nicht mehr vom heuchlerischen und symbolhaften Korsett der Staatsgewalt eingezwängt werden?

Deshalb werden wir auch gar nicht erst versuchen, die Menschheit zu missionieren, sondern stärken unsere Stärken und nehmen diejenigen im wahrsten Sinne des Wortes mit, die gleich denken, aber mangels eigener Ressourcen nicht gleich handeln können. Denn wir werden von der Energie geleitet und gestärkt, die auch in Ihnen verborgen ist, wenn Sie mir bis hierhin gefolgt sind: Die Kraft der Vision und die uns alle umgebende und uns alle fördernde Energie, unseren Glauben.

Die Energie des Glaubens an eine Macht, die über allem steht und die Kraft der Vision lässt unsere Neuronen aktiv werden, verbindet immer neue Teile unseres Gehirns und schafft unsere Realität. Unsere Gedanken gestalten unsere Welt. Es ist eine Frage der Übung, eine Frage der Erfahrung. Aber es ist keine Frage der Religion. Unsere Gedanken schaffen eine Rückkoppelung der von uns visualisierten Zukunft mit der Gegenwart des Alltags und wir wissen, dass die bis jetzt gelebte Realität uns nur sehr wenig von dem zeigte, was in uns steckt und was insgesamt vorhanden ist. Mit dieser Kraft und Energie bauen wir eine neue Heimat auf, die ethisch wertvoll, ökologisch nachhaltig, moralisch vertretbar und philosophisch bereichernd ist.

Gemeinsam erarbeiten wir uns eine Lösungsmöglichkeit, die kommende Post-Kollaps-Gesellschaft zu erreichen, zu überleben und zu gestalten. Schon jetzt. In dieser Zeit, in der Technik und gesellschaftliche Normen nur noch dazu dienen, den Zerfall zu verzögern. Der gute Willen vieler Menschen wird systematisch nicht durch sich verschwörende Eliten, sondern durch die Funktionsweise der von uns allen geschaffenen und tolerierten Systeme zum Milliardengeschäft umfunktioniert. Konsumgüterriesen, unsere künftigen Oligopole, verkaufen „Green Lifestyle“. Automobilriesen verkaufen durch unsere Steuergelder subventionierte Elektroautos. Energieriesen verkaufen den Besserverdienenden Solarzellen, die durch den Normalbürger, der sich diese selber nicht leisten kann, hoch subventioniert werden. „Social Business“ erzielt Gewinne mit dem schlechten Gewissen der Normalbürger, die ansonsten nichts ändern können und meinen, durch Fairtrade etwas grundsätzlich zu ändern.

Das Ganze dürfte schon so instabil sein, dass der Kollaps nicht mehr nur vereinzelt eintreffen wird, sondern den Hauptteil der so genannten zivilisierten Welt verändert. Gewinner werden die Oligopole mit Zugang zu den materiellen Ressourcen des Planeten sein. Gewinner werden auch die vorindustriellen Gesellschaften sein, die durch den Niedergang der jetzt führenden Gesellschaften eine Angleichung erfahren und deren günstige Lage auf unserem Planeten dafür sorgt, dass sie von dem Klimawandel nicht zu stark geschädigt werden. Anders als die Schwellenländer verfügen die vorindustriellen Länder noch über funktionierende traditionelle Strukturen. Die Entwurzelung der Gesellschaften der Industrieländer und der Schwellenländer rächt sich auf dramatische Weise beim Kampf um die neue Struktur der Gesellschaften und beim Kampf um die Führung auf unserem Planeten.

 

Vision und Glaube

Wir nutzen unsere Chance, eine Enklave in dieser Transformation zu schaffen. Gemeinsam mit den Menschen, die sich uns anschliessen und den freien Willen über alles andere stellen. Unsere Religion ist die Ethik, die Logik und der Glaube daran, dass es mehr gibt, als das, was wir hier auf der oberflächlichen Welt wahrnehmen. Wir werden den Asphalt der Ignoranz mit unserer Vision durchstossen, wie der Löwenzahn den Asphalt der Strasse. Und wir werden es für uns machen – die Weltgemeinschaft können wir nicht missionieren:

Einmal vollkommen davon abgesehen, dass heute schon 3,6 Milliarden Menschen in Städten leben, sich gar nicht mehr selber ernähren können und wohl kaum innerhalb weniger Jahre „missioniert“ werden könnten. Oder glaubt zudem irgendjemand daran, dass die 200 reichsten Familien dieser Welt, welche die Hälfte des Vermögens der Welt besitzen, plötzlich Hand in Hand mit den Fondsmanagern dieser Welt Ihre Güter verteilen? Dass Industriekonzerne ihren Betrieb einstellen, um die Ressourcen der Welt nicht mehr zu verbrauchen? Die Diktatoren dieser Welt, die Drogenbarone, die Neofaschisten, die talibanischen Steinewerfer, die afrikanischen Warlords, die Monsantos, die Nestlés, die Pfizers dieser Welt – sie werden niemals freiwillig auf das verzichten, was sie haben und machen.

Wir aber verändern unser Umfeld gemeinsam mit Gleichgesinnten und dem Ziel, eine nachahmenswerte Halbinsel zu schaffen, um in der Post-Kollaps-Gesellschaft ein Beispiel für eine bessere Welt zu geben. Die Kombination aus Vision und Glaube ermöglicht uns die Schaffung der MicroNation EcoEden – gemeinsam mit unseren künftigen Partnern haben wir eine kraftvolle Methode, wenn wir Vision und Glaube mit klarem Wissen über die Realitäten und dem unbedingten Willen zur Veränderung gegen alle Wahrscheinlichkeiten am Glauben und der Vision eines guten Lebens in einer komplett veränderten Welt festhalten. Wir wollen erreichen, dass sich eine zutiefst verstörte Post-Kollaps-Gesellschaft an uns neu orientieren kann.

Und dieses Ansinnen ist nicht naiv. Diese visionäre Kraft war und wird immer sein der Antrieb von Revolutionen – wir werden eine Evolution genau dann schaffen, wenn die Systeme den geringsten Schub zur Umkehr benötigen, wenn sie am Boden liegen. Darauf bereiten wir uns vor, mit lukrativen Satelliten, mit notwendigen Satelliten, mit richtigen Partnern und ausreichendem Wissen, diese Herausforderung zu bestehen, die um ein Vielfaches komplexer ist, als alles bis heute Dagewesenes.

Dies schafft man nicht durch das Umbesetzen von Posten, schärfere Gesetze, Machtübernahme. Das schafft man durch kraftvolle Visionen, durch den Glauben daran, dass der Mensch grundsätzlich ein vertrauenswürdiger Gesamtorganismus ist. Kapital kann man anschaffen. Fabriken kann man bauen. Aber Menschen muss man gewinnen. Und das machen wir durch die visionäre Kraft unseres Glaubens an eine Lösung, die letztlich einen Lernprozess auslösen wird, um eine Metamorphose der Gesellschaften zu bewirken.

Unser Gruppensignet ist der Drache und wir drücken damit die Verbundenheit zur Entstehungsgeschichte der Menschheit und die Kraft und Einzigartigkeit unserer Unternehmungen aus. Aber hinter dem Drachen ist der Schmetterling, das Symbol der Metamorphose: Schon im Ei sind die Imagozellen angelegt, die das erwachsene Tier prägen. Während in der Puppe sich der alte Organismus selbst verdaut, vernetzen sich die Imagozellen zu der Struktur, an welcher sich die aus dem Proteinsaft neu bildenden Zellen organisieren. Sie visualisieren von Anfang an unbeirrt das Wesen, dem sie letztlich zur Geburt verhelfen – und zwar selbst über die Katastrophe der totalen Auflösung hinaus.

Wir werden herausfinden, ob wir zu den Imagozellen der Post-Kollaps-Gesellschaft gehören, die den Bauplan der zur vollen Blüte entwickelten Menschheit in sich haben, die ihre Fressphase in der Larve des Homo industrialis endgültig hinter sich gelassen haben wird. Und Sie?