
EcoEden | Arche Noah 2.0 bedeutet auch, dass wir ausreichend Anbaufläche für Biomasse, Nahrungsmittel und Weidefläche haben werden. Nahrung ist die Basis aller Entwicklung. Mehr als eine Milliarde Menschen auf der Welt leiden derzeit Hunger - so viele wie nie zuvor. Die UN stellt die Politik an den Pranger: Es fehle der Wille, die Zustände zu ändern.
Der Welt droht nach Einschätzung von Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen ein Jahrhundert des Hungers. 2009 stieg die Zahl der Hungerleidenden als Folge der Weltwirtschaftskrise auf etwa eine Milliarde Menschen, heißt es im neuen Welthungerbericht, den die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) in Rom vorstellte. Das sei der höchste Wert seit 1970. "Die gegenwärtige Krise ist historisch beispiellos", erklärte die FAO. Die größte Not herrsche in den afrikanischen Staaten Demokratische Republik Kongo, Burundi, Eritrea, Sierra Leone, Tschad und Äthiopien, teilte die Welthungerhilfe in Berlin mit.
"Das 21. Jahrhundert droht zum Hungerjahrhundert zu werden", sagte Welthungerhilfe-Präsidentin Bärbel Dieckmann.
Nach den jüngsten FAO-Zahlen bekommt jeder sechste Mensch auf der Welt nicht genug zum Essen. Die meisten unterernährten und hungernden Menschen leben in Entwicklungsländern. Nach Angaben der Welthungerhilfe sind in Asien 642 Millionen Menschen betroffen, im südlichen Afrika 265 Millionen und in Lateinamerika 53 Millionen Menschen. Die FAO zählt noch 15 Millionen Betroffene in Industrieländern dazu. Gravierend sei die Lage vor allem in Afrika südlich der Sahara, sagte Dieckmann. Als sehr ernst schätzt sie die Situation in Südasien ein - in Pakistan, Indien, Bangladesch und Kambodscha. In Lateinamerika fällt aber nur noch Haiti in diese Kategorie.
Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 19:23 Uhr)
Weiterlesen...
|
Die 2000er - das Jahrzehnt der Windkraft. Ende 1999 waren in Deutschland Windräder mit einer Gesamtleistung von 2875 Megawatt am Netz, Ende 2008 schon 23.903 Megawatt.
Das Prinzip Temperaturunterschiede in der Atmosphäre bringen Luftmassen in Bewegung. Diese enormen Energien kann man nutzen, indem man den Wind Rotorblätter antreiben lässt. Ein Generator im Windrad wandelt die Drehbewegung über das Prinzip der elektromagnetischen Induktion in Strom um. Die Rotoren der größten Windräder erreichen mittlerweile Durchmesser von über hundert Metern, die Turmhöhe beträgt bis zu 200 Meter. Sie ist auch ein entscheidender Faktor für die Ausbeute, denn in Bodennähe nimmt die Kraft des Windes stark ab. Mit einem Wirkungsgrad von rund 40 Prozent kann die Leistung eines einzelnen Windrads zwischen zwei und fünf Megawatt betragen, 4000 Haushalte kann es mit Strom versorgen. Den Rekord hält ein Sechs-Megawatt-Rad einer deutschen Firma.
Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 19:13 Uhr)
Weiterlesen...
Das Prinzip Wie in Windströmungen stecken auch in fließendendem Wasser enorme Mengen an mechanischer Energie, die in Strom umgewandelt werden können. Durch den Druck des Wassers können Wasserturbinen oder -räder angetrieben werden. Das Problem: Das Wasser muss dazu gestaut werden, und das bringt oft erhebliche Einschnitte für Mensch und Natur mit sich.
Die Marktsituation Rund fünf Prozent des deutschen Stroms stammen aus Wasserkraftwerken. Großer Vorteil: Die Produktion erfolgt rund um die Uhr. Anders als bei Sonne oder Wind gibt es keine wetterabhängigen Schwankungen und damit kein Speicherproblem. Im Gegenteil: In Stauseen lässt sich Energie sogar sehr gut speichern. Die Wasserkraft ergänzt die anderen erneuerbaren Energien daher sehr gut. Kostenmäßig ist die Wasserkraft ebenfalls eine sehr praktische Energiequelle: Die meisten Kraftwerke sind auch ohne staatliche Hilfe wirtschaftlich. Lange vor Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gab es in Deutschland rentable Wasserkraftwerke.
Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 19:25 Uhr)
Weiterlesen...
|
Das Prinzip Es erscheint so simpel: Spiegel bündeln Sonnenstrahlen, Wasser wird erhitzt, Dampf treibt Turbinen an. Keine aufwendige Technologie, keine Kernfusion, keine unterirdische Speicherung von CO2. Solarthermie ist seit Jahrzehnten erprobt. In den achtziger Jahren wurden in Kalifornien die ersten Parabolspiegel-Kraftwerke gebaut. Doch als Öl wieder billiger wurde, geriet Solarthermie in Vergessenheit. Nun, in Zeiten schwindender Ölreserven und des Klimawandels, erleben die Spiegel eine Renaissance. Eine Vereinigung von Wissenschaftlern entwickelte das Desertec-Konzept, wonach riesige Spiegelkraftwerke in der Sahara theoretisch genug Strom für den Bedarf der gesamten Welt decken könnten. Über lange Gleichstrom-Hochspannungs-Leitungen soll der Strom bis nach Europa fließen.
Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 19:11 Uhr)
Weiterlesen...
Das Prinzip Allzu verlockend scheint in Zeiten von hohen Ölpreisen die Möglichkeit, wie in guten alten Zeiten mit Holz zu heizen. Entweder im kleinen - mit Kamin - , oder im großen Stil: Pelletheizungen sind mittlerweile so komfortabel wie Öl- und Gaskessel. Die Befeuerung läuft vollautomatisch, allerdings sind alle paar Monate Reinigungen und Wartungen notwendig. Mit Bioenergie kann man auch sein Auto antreiben: Öl oder Alkohol aus Pflanzen haben den Vorteil, dass aus den Auspuffen nur so viel CO2 entweicht, wie die Pflanzen beim Wachsen der Atmosphäre entzogen haben. Ein perfekter Kreislauf, der das Klima nicht belastet. Zumindest in der Theorie. Auch die Klimabilanz der Pellets ist gut, denn sie werden in der Regel aus Holzabfällen hergestellt, das beim Verbrennen freigesetzte CO2 entspricht theoretisch der Menge, die der Baum beim Wachsen der Atmosphäre entzogen hat. So klimafreundlich die Pelletheizung ist, so bringt steigende Nachfrage doch wieder ökologische Probleme mit sich: Holzverfeuerung produziert gesundheitsschädlichen Feinstaub, der die Atemluft belastet und Atemwegserkrankungen fördert.
Weiterlesen...
|
Das Prinzip In Solarzellen wird die Strahlungsenergie der Sonne direkt in Strom umgewandelt. Im Material der Zelle werden die Elektronen der Atome durch die elektromagnetische Strahlung angeregt, es baut sich eine Spannung auf. Der große Vorteil: Solarzellen sind dezentral und im kleinen Maßstab einsetzbar. Jedes Dach ist ein potentielles Mini-Kraftwerk und kann auch im relativ sonnenarmen Deutschland Strom erzeugen. Für große Kraftwerke allerdings lohnen sich Solarzellen nur in sonnenreichen Gegenden, beispielsweise in Wüsten, wo der relativ hohe Flächenbedarf kein Problem darstellt.
Die Marktsituation Die sogenannte Photovoltaik spielt in Deutschland eine deutlich kleinere Rolle als Windkraft, ihr Anteil an der Gesamt-Stromproduktion liegt unter einem Prozent. Die Wirkungsgrade von großindustriell erzeugten Solarzellen liegen bei rund 16 bis 20 Prozent. Trotzdem geben die Deutschen für die Sonnenenergie besonders viel Geld aus. Allein bei photovoltaischen Anlagen summierten sich die Umsätze im vergangenen Jahr auf 6,2 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die neu installierten Windräder kosteten 2,3 Milliarden Euro - bei deutlich höherer Stromproduktion.
Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 19:25 Uhr)
Weiterlesen...
Das Prinzip Unsere Erde ist eine riesige Heizung, im Erdkern in 6000 Kilometer Tiefe herrschen Temperaturen von mehreren tausend Grad Celsius - ein Jahrmilliarden altes Erbe aus der Zeit, als unser Planet entstand. Zudem halten radioaktive Zerfallsprozesse die Heizung am Laufen. Mit Bohrungen, die bis fünf Kilometer tief ins Innere der Erde reichen, kann man diese Erdwärme anzapfen. Doch manchmal muss man gar nicht so tief gehen, an manchen Orten reichen schon 100 Meter, um genug Wärme abzuzapfen.
Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 19:24 Uhr)
Weiterlesen...
|
|