Die Zeitenwende beginnt

Die Welt steht vor dem Beginn einer neuen Zeitrechnung und die Menschen befinden sich in einer Zeit grosser, sehr grosser Veränderungen. Viele ahnen, dass es geschieht, Angst und Sorge breitet sich aus. Es ist die Zeit, sich einen echten Halt zu suchen. Es ist die Zeit, nicht auf falsche Propheten zu hören.

Es ist die Zeit, sich Wissen anzuschaffen, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Es ist die Zeit, einen Tempel zu finden, der Ihnen Ruhe, Kraft, Wissen und Hoffnung in dieser Zeit der Veränderungen gibt.

Die Anforderungen an alle Menschen haben eine Dimension erreicht, wie es sie seit vielen Generationen nicht mehr gegeben hat. Wir alle: Sie, wir, unsere Gemeinschaft und auch die Staaten und die Religionsgemeinschaften stehen am Beginn einer neuen Zeitrechnung. Eine neue Zeitrechnung, die historische Ausmasse annehmen wird und die von uns allen alles fordert. Eine neue Zeitrechnung, die vollkommen neue Antworten in gesellschaftlicher, in wirtschaftlicher und in ökologischer Hinsicht braucht.

Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 17:53 Uhr)

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Bodenlos

Raubbau, Erosion und Beton verwandeln immer mehr Erdboden in Ödland. Damit steht die Ernährung der Welt auf dem Spiel. Ein Viertel des Erdbodens ist bereits tot oder steht kurz vor dem Kollaps. (Quelle: Süddeutsche)

Wo man hinblickt: Narben. Jeder Hangrutsch, jeder Sandsturm, jedes neue Einkaufszentrum und jede Autobahn verletzen ein Stück Haut der Erde. Zurück bleibt toter Boden - Ödland, auf dem nichts mehr gedeihen kann, was Menschen ernährt. Ein Viertel des Erdbodens weltweit ist bereits tot oder kurz davor - erstickt unter wachsenden Wüsten; ertrunken unter Flüssen; weggeweht von Stürmen; aufgefressen von Viehherden; erdrückt von immer neuen Industriegebäuden und Straßen.

Etwa 120 Hektar Land sind es, die täglich in Deutschland mit Beton zugepflastert werden. Das entspricht der Fläche einer 24 Kilometer langen, vierspurigen Autobahn. Schon nach einer Bauzeit von eineinhalb Monaten wäre die Fahrbahn von Füssen bis Flensburg errichtet. Und am Ende eines Jahres gäbe es acht neue Autobahnen zwischen den beiden Städten im Süden und Norden Deutschlands. All dieses zuvor fruchtbare Land verschwindet Jahr für Jahr in Deutschland. Weltweit sind es sogar knapp 330 Quadratkilometer, die täglich zubetoniert werden.

Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 18:08 Uhr)

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Hunger

Lebensmittel sind knapp. Das liegt auch am Essverhalten: Würden sich alle wie Europäer ernähren, bräuchte man drei Planeten, um die Menschheit zu versorgen. Die Ernährungskrise hat viele Gesichter. Eines zeigt sich im Norden Ghanas, in Kandiga nahe der Bezirkshauptstadt Bolgatanga. Zwischen Affenbrotbäumen und Feldern mit Hirsestauden verstecken sich die verstreuten Gehöfte der Bewohner. Einer der Bauern von Kandiga ist John Agaapi, ein hochgewachsener, dürrer Mann. In den vergangenen Jahren hat er sein zerfurchtes Gesicht immer häufiger sorgenvoll gen Himmel gewandt. Hier in Westafrika gerät der Ablauf von Regen- und Trockenzeiten aus den Fugen. Das Wetter folgt nicht mehr den alten Mustern. Nur der Himmel wisse, wann wieder Verlass auf den Rhythmus der Jahreszeiten sei, sagt Agaapi.

Für die Menschen in Westafrika ist das dramatisch, denn wenn der Wechsel der Jahreszeiten durcheinandergerät, müssen sie Hunger leiden. Die meisten Bauern betreiben Regenfeldbau, sie können sich keinen Ernteausfall leisten. Wenn aber im Frühjahr nach dem ersten Regen weitere Niederschläge ausbleiben, verdorrt die Saat. Und ungewöhnlich heftige Platzregen in den folgenden Monaten schwemmen dann die letzten Pflanzen aus den Ackerfurchen.

Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 18:09 Uhr)

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Trockenheit

Spanien versteppt, in den USA schrumpfen die Stauseen, Australien fährt immer kleinere Ernten ein: Die Hälfte der Weltbevölkerung ist heute schlechter mit Wasser versorgt als die Bewohner des antiken Roms. Wo es knapp wird, ist Wasser ein umkämpftes Gut, so wie auf Haiti nach dem karibischen Tropensturm Hanna im Jahr 2008. (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Wer immer der Erde ihren Namen gegeben hat, es war ein Irrtum. Der Planet müsste "Wasser" heißen, nicht Erde. Mehr als zwei Drittel der Oberfläche sind von Wasser bedeckt. Auf dem Planeten gibt es 1500.000.000.000.000.000 Liter Wasser. Es füllt die Ozeane, Seen, Flüsse und Swimmingpools, es lagert und fließt unterirdisch, vereist die Pole, schwebt als Dampf in der Atmosphäre. Die Wassermenge ist gigantisch, und doch leidet die Menschheit unter zunehmender Wasserknappheit.

Peter Gleick, Präsident des auf Wasserfragen spezialisierten Pacific Institute in Oakland, USA, fasst die Situation vieler Menschen in einem Vergleich zusammen: Die Hälfte der Weltbevölkerung sei heute schlechter mit Wasser versorgt als die Bewohner Roms vor 2000 Jahren. Mehr als eine Milliarde Menschen müssen täglich verschmutztes Wasser trinken. Und das, obwohl in den vergangenen Jahren Millionen Menschen durch Hilfsprogramme erstmals Zugang zu sauberem Wasser bekommen haben. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind 88 Prozent aller Erkrankungen weltweit auf verschmutztes Trink- und Brauchwasser zurückzuführen.

Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 18:08 Uhr)

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Sozialstaat am Ende

Der Sozialstaat kann nicht alle Aufgaben schultern. Gebraucht werden Kooperationen mit freiwillig Engagierten. Wer arm oder krank ist, kann sich auf ehrenamtliche Kümmerer verlassen. Doch darf der Staat seine Verantwortung abgeben? (Quelle: Süddeutsche). Der Anblick von Warteschlangen gehört inzwischen zum Alltag. An mehr als 800 Orten in Deutschland stehen jeden Tag Menschen an, um sich von privaten Tafeln und Suppenküchen mit Essen versorgen zu lassen. Ein gutes Engagement. Einerseits. Hungerende werden satt, der Überfluss der Konsumgesellschaft wird verteilt. Andererseits: Sollte sich nicht lieber der Sozialstaat darum kümmern, die Quellen für Hunger und Armut zu beseitigen? Festigen die Suppenküchen gar die Not hierzulande?

"Es gibt eine zunehmende Tendenz des Staates, sich darauf zu verlassen, dass Aufgaben des Sozialstaats von privaten Initiativen geleistet werden", kritisierte Heribert Prantl, Ressortleiter Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung, den schleichenden Rückzug der Behörden.

Aktualisiert (Freitag, den 18. Februar 2011 um 18:09 Uhr)

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